Und was bringt 2014?

Nach dem Jahresrückblick für 2013 geht der Blick nun nach vorne: 2014 dürfte einiges an Bewegung im DSA- Bereich bringen, stehen doch einige wichtige Ereignisse ins Haus und auch hinter den Kulissen dürfte sich viel bewegen. Das Folgende kann und soll natürlich keine Produktvorschau sein und hat auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ich versuche nur einen kleinen Überblick über das zu geben, was laut den gängigsten Informationskanälen so alles angekündigt ist und setze meine eigene Erwartungshaltung dazu.

In den Nebel……

Als erstes Produkt ist direkt eines der für mich interessantesten angekündigt, „Friedlos“ bietet eine der seltenen Möglichkeiten, mal wieder einen Abstecher nach Thorwal zu unternehmen. Vor allem soll das Abenteuer den Metaplot der Region ein Stück weit vorantreiben, so dass dies die Basis für eine der ersten Regionalbeschreibungen im Zuge von DSA5 sein soll. Nordmänner, Drachenboote, dichter Nebel und Met, ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was draus gestrickt wird, als Fan des Settings hoffe ich auf einen guten Start ins Jahr.

……und zu den Schwarzpelzen

Nach einem ganzen Jahr Pause wird dann auch endlich die „Splitterdämmerung“ fortgeführt, wobei den Anfang „Firuns Flüstern“ von Jens Ullrich machen soll: Hier klingt allein schon das Konzept interessant, soll es doch auch mit zwei Gruppen spielbar sein, die sich zwar nicht begegnen, aber jeweils mit ihrem Handeln Konsequenzen für die andere Gruppe herstellen können. Neben einer normalen Heldengruppe soll es sich dabei um ein Rudel Orks handeln, was sicherlich für viele Spieler eine Premiere darstellen würde. Gut zu Fuß sollte man dabei auch sein, wenn es vom Orkland bis nach Glorania gehen soll.

Und auch „Schleiertanz“ erhält nach längerer Pause seine Fortsetzung „Schleierfall“, worin die Helden die Verschwörung hinter dem Schleier in Aranien weiter verfolgen können. Der Vorgängerband war unterm Strich meiner Meinung nach ein gelungener Auftakt, der zudem noch von einigen anderen DSA- Produkten gut begleitet wurde und passend mit dem Setting arbeitet.

Laut Ankündigung hat die Redaktion sich ja zudem das durchaus ambitionierte Ziel gesetzt, die Splitterdämmerung bis 2015 mit einem Band mit dem vielsagenden Arbeitstitel „Der Schattenmarschall“ abzuschließen, von daher gehe ich im Prinzip aus, dass 2014 noch weitere Titel der Kampagne erscheinen werden. Viele Spieler dürften dabei dieselbe Spannung wie ich empfinden, wird doch damit einer der zentralsten und veränderungsträchtigsten Stränge des Metaplots weitergesponnen, der einst mit Bordarads Rückkehr seinen Anfang nahm. In den Foren wird dabei ja vielfach die Frage diskutiert, wie viele von den damaligen Veränderungen am Ende noch übrigbleiben werden.

Ebenso wird es nach der Premiere auch ein zweites Aventurisches Jahrbuch geben, das wiederum drei Abenteuer enthalten soll, von denen zwei die Alveraniars-Abenteuer „Königsspiel“ (spielt in Tiefhusen) und „Der Zorn des Satuul“ (in Drol) sein sollen. Letztes Jahr waren das drei wirklich nette, kurze, aber schön ausgearbeitete Abenteuer, ich hoffe, dass sich das so fortsetzt. Passend dazu werden die Regional- Updates dann auch unter anderem Drol und das Svellttal umfassen. Das Format wird sich dabei anscheinend etwas ändern, offenbar werden die beiden Teile (Abenteuer und Regional- Updates) voneinander getrennt.

Gareth lockt

Gleich zweimal kann der Weg der Helden in die Reichshauptstadt führen. Hätte das vor einiger Zeit noch eher ein achselzuckendes „Ach schon wieder Gareth und das Mittelreich“ hervorgerufen, löst das bei mir aktuell ziemliche Vorfreude aus. Grund dafür ist die tolle Ausgestaltung des Settings durch die großartige Garethbox. Einer der vielversprechendsten Abschnitte war für mich beim Lesen der Teil über Gargylen, der jetzt in der Tat einen eigenen Abenteuerband mit dem Titel „Steinerne Schwingen“ erhält.

„Namenlose Nächte“ soll dagegen ein eher skurriles Abenteuer mit vielen Humoreinlagen sein, das das turbulente Treiben der Oberschicht näher beleuchtet und anscheinend schon seit längerem auf seine Veröffentlichung wartet, die Namen Finn und Weste als Autoren lassen mich dabei schon einiges erwarten.

Nr. 5 lebt!

Der am meisten diskutierte und mit großer Spannung erwartete Zeitpunkt dürfte aber der Mai als Erscheinungsdatum für das neue Betaregelwerk zu DSA5 sein. Noch liegt ja vieles im Dunkeln, was von der neuen Regeledition zu erwarten sein wird, im Netz sprießen auf jeden Fall so viele Einträge wie nie zuvor aus dem Boden, wobei viele sich fragen, inwieweit die Spieler wirklich Einfluss auf die Gestaltung haben.

Für mich als jemanden, der mit Regeln nie so gut konnte und der es gerne einfach hat, wird es wohl eher eine Art von Experiment sein, ob ich, der sich mehr für die Geschichte im Hintergrund als Regelmechanismen erwärmen kann, durch die neuen Setzungen durchsteigt.

Eine einjährige Testphase klingt auf jeden Fall nach einer diskussionsträchtigen Zeit, passend dazu soll es ja auch gleich drei Abenteuer geben, die explizit als Teil des Betatest angedacht sind und die die Helden in die Dschungel des Südens, das Horasreich und das Bornland führen soll. Die Settings sollen unter anderem dazu dienen, alle neuen Mechanismen auszutesten, ich hoffe trotzdem, dass auch ein paar schöne Geschichten dabei rumkommen.

Und in weiten Fernen?

Nachdem „Der Gott der Xo’Artal“ die erste Regionalkampagne beendet hat, gibt es noch keinen angekündigten Termin für die zweite Kampagne, ich hoffe aber sehr, dass es noch in diesem Jahr mit dem Startschuss losgeht. Ganz ohne Uthuria werden wir aber anscheinend so oder so nicht leben müssen, ist doch noch ein Einzelabenteuer angekündigt, das das Schicksal der Horasierkolonie näher beleuchten soll.

Und auch in der Hohlwelt soll es weitergehen, nach der Settingvorstellung in Form des schönen Weltenbandes „Tharun – Die Welt der Schwertmeister“ erscheinen zum einen der Regelband „Wege nach Tharun“, der auch vieles zur Weltenbeschreibung ergänzen soll (z.B. die Kreaturen Tharuns) und zum anderen der Abenteuerband „Schwerter und Giganten“. Dieser soll mehrere Einstiegsmöglichkeiten beinhalten, einerseits ein Übergangsabenteuer für aventurische Helden, aber auch ein Betätigungsfeld für tharunische Helden, wobei sowohl Schwertmeister als auch politisch orientierte Charaktere zum Zug kommen sollen.

Bye, bye Dolgoruk?

„Die Legende der Lotosblüten“ schließlich verspricht etwas Bewegung in die Region um Thalusa zu bringen. Das erscheint in der Tat lange überfällig, für mich hat der olle Dolgoruk langsam aber sicher ausgedient, weil er mir schlichtweg auserzählt erscheint. Wann immer Abenteuer in und um Thalusa spielen, taucht er irgendwann auf, erscheint unnahbar und unheimlich, die Helden geraten in die Gefahr, hingerichtet zu werden, schaffen es aber noch, ihm wortwörtlich von der Klinge zu springen und das war es dann auch. Hier fände ich Neuerungen wirklich erfrischend. Die angekündigte Annäherung an das Asia- Kino lockt mich dabei zwar weniger, allerdings kann ich dafür etwas mit der Information gut leben, dass man sich als Helden eine gewisse Machtbasis aufbauen kann, „Von eigenen Gnaden“ und „Die Herren von Chorhop“ hatten ja einen ähnlichen Hintergrund und zählen wahrlich nicht zu den schlechtesten DSA- Produkten.

Und sonst?

Abseits davon wird es anscheinend noch einige von den Regeln und dem aktuellen Hintergrund unabhängige Titel geben, die für mich mal mehr (aventurisches Geschichtsbuch) mal weniger (aventurisches Kochbuch und Namensbuch) interessant sind.

Ich vermute zudem schwer, dass sich im Laufe des Jahres noch der eine oder andere Titel ergeben wird, über den noch nicht gesprochen wurde, insbesondere finde ich auffällig, dass bislang noch keine neue Anthologie angekündigt wurde (sieht man vom Jahrbuch ab). Grundsätzlich bin ich zwar eher ein Freund von gründlich ausgearbeiteten Titeln, allerdings haben diese Bände ja oft den Vorteil, dass die Einzelabenteuer naturgemäß weniger zeitintensiv zu spielen sind, was für Gruppen, die sich nicht allzu regelmäßig treffen können, ja auch einen Vorteil darstellen kann. Zudem wurde bislang noch nicht kommuniziert, was mit dem von Daniel Simon Richter auf der Spielmesse begonnenen Abenteuer „Fluch der Drachengrafen“ geschehen soll, ich hoffe da schwer auf ein nettes, kleines T- Abenteuer.

Unterm Strich bin ich daher sehr optimistisch, dass es auf Dere auch im neuen Jahr nicht langweilig werden wird!

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