Fortsetzung folgt

Durch den Metaplot ist Aventurien stets in Bewegung, manchmal jedoch rotiert alles sogar noch eine Drehung schneller, nämlich immer dann, wenn sich große Ereignisse ankündigen. Diesem Monat wird es wieder einmal soweit sein, wenn mit „Schleierfall“ ein weiterer Teil der „Splitterdämmerung“ erscheint. Das Besondere daran ist, dass gerade dieser Band besonders lang erwartet wird, harrt doch der Vorgängerband „Schleiertanz“ schon seit langem einer Fortsetzung.

„Schleiertanz“ erschien bereits im April 2012, also vor über zwei Jahren. Inhaltlich thematisiert es das Schicksal des Belkelel- Splitters und spielt demnach in Aranien, also den ehemaligen Moghulat Oron. Ohne groß spoilern zu wollen, geraten die Helden mitten in die Wirren und Intrigen, die sich aus dem Fall Dimionas ergeben haben, es führt also eher auf phexische Pfade und in Kontakt zu den Mada Basari, bietet zudem ein Finale in bester Indiana- Jones- Manier.

Fragt sich nur, wer sich daran noch erinnert, sollte man das Abenteuer schnell nach dem Erscheinen gespielt haben, dann hängt man schon eine ganze Weile in der Warteschleife. Grundsätzlich ist das insofern kein Problem, endet das Abenteuer schließlich nicht in einem harten Cliffhanger, der einen seit 24 Monaten zittern lässt, ob der langgehegte Charakter überleben wird oder nicht. Allerdings sind solche Übergänge bei DSA- Produkten auch eher untypisch, da die meisten Bände so konzipiert sind, dass sie notfalls (wenn auch dann meist nur abgespeckt) auch als Einzelabenteuer gespielt werden können.

Gerade die „Splitterdämmerung“ ist ohnehin darauf angelegt, dass die einzelnen Bände unabhängig voneinander erlebt werden können, eine Beteiligung der gleichen Gruppe an allen Einzelepisoden erscheint nach den bisherigen Bänden und den Ankündigungen ohnehin eher unrealistisch (aber dürfte wohl zumindest auf die Schleierbände zutreffen) bauen diese doch nicht direkt aufeinander auf, wie z.B. Großkampagnen wie der Fall Borbarads und die Ereignisse um die sieben Gezeichneten.
Zur Überbrückung hat sich Ulisses allerdings durchaus Mühe gegeben, findet sich doch z.B. im Jahrbuch 1035 mit „Schleierspiel“ ein Abenteuer, dessen Handlung eng mit „Schleiertanz“ verbunden ist und zum besseren Verständnis des komplexen Beziehungsgeflechts beiträgt, im letzten Boten existiert zudem eine kurze Übersicht über die grundsätzlichen Zusammenhänge und die beteiligten Personen und Interessensgruppen.

Trotzdem würde man sich für die Zukunft bei der hohen Publikationsdichte, die mittlerweile existiert, wünschen, dass solche zusammengehörende Bände in etwas schnellerer zeitlicher Abfolge erscheinen, wie z.B. im letzten Jahr bei gleich zwei dreibändigen Kampagnen binnen weniger Monate geschehen (die „Grüne Hölle“ und die „Erben des schwarzen Eises“), um ein solches Ausbremsen und auch einen gewissen Spannungsverlust zu verhindern. Wobei mir natürlich klar ist, dass so ein Verlagsplan eine komplexe Sache ist und es auch davon abhängt, wie die Autoren anderweitig eingebunden sind, gerade bei Alex Spohr könnte ich mir vorstellen, dass er zuletzt durchaus ein wenig mit dem einen oder anderen DSA- Mini- Projekt beschäftigt gewesen ist…

Letztlich zählt ja auch vor allem eines und das ist natürlich die Qualität des Endproduktes. Und in der Hinsicht hat „Schleiertanz“ meiner Meinung nach die Messlatte schon mal relativ hoch gelegt, wodurch ich natürlich auf eine gutklassige Auflösung des gesamten Handlungsbogens hoffe.

In diesem Sinne: Schön, dass es bald wieder nach Aranien geht, das ist eine Rezension, die zu schreiben ich mich sehr freue!
Advertisements
Fortsetzung folgt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s