Gratisfutter Nr. 9

Vorbemerkung: Eher martialisch kommt die neue Ausgabe des Uhrwerk-Magazins daher, steht sie doch unter dem Oberthema „Krieg“. Der DSA-Schwerpunkt liegt dieses Mal eher auf Tharun, sind die beiden Artikel über die Hohlwelt doch deutlich seitenstärker als zwei kurze Vorschau-Texte auf kommende Myranor-Produkte.

Myranor

Das Thema „Kampf als Sport“ greift Peter Horstmann in seiner Vorstellung des Berenathia ai Eupherban-Kolosseums, der Arena von Sidor Corabis, auf. Dabei wird sowohl auf die Geschichte des Bauwerks eingegangen als auch auf den Ablauf typischer Festspiele. Dies kann als Grundgerüst dienen, um Helden in derartige Spiele zu involvieren. Schön auch einige Textpassagen, die das Selbstverständnis myranischer Obrigkeit ausdrücken, z.B. dass beachtlicherweise nur 20 Arbeiter beim Bau gestorben sind. Grundsätzlich handelt es sich auch hier wieder um einen kleinen Ausblick auf die kommende Regionalspielhilfe Corabenius.

Dieselbe Funktion erfüllt auch der zweite Beitrag, der als Bonus-Material für die Spielhilfe „Der myranische Süden“ fungiert. Im Zentrum steht dabei das Volk der Calmahi. Der Text ist als reine Ingame-Quelle verfasst in Form eines Expeditionsberichtes. Die Calmahi sind ein Volk, bei denen menschliche Erscheinungsmerkmale mit denen von Tintenfischen kombiniert sind, z.B. haben sie Tentakel auf dem Rücken und dem Kopf. Im kulturellen Bereich wird vor allem das Zusammenleben in einer freien Form von Familien geschildert. Neben der Beschreibung existiert außerdem ein Kasten mit Generierungswerten.

Tharun

Zunächst wird die Folge von Artikeln über die Inselgruppe Garkia fortgesetzt, die schon in den letzten Ausgaben des Magazins begonnen wurde. Dieses Mal stellen Arne Gniech und Sean-David Schöppler den Zarkuit von Garkia vor. Hanur Dorodin hat sein Leben als Priester dem Gott Zirraku gewidmet, ist aber zugleich auch selbst Schwertmeister. Sein bisheriger Lebensweg charakterisiert ihn als ausgesprochen harten Knochen, von Härte gegen sich selbst und seine Feinde geprägt. Neben der Figurenbeschreibung wird auch auf den Tempel eingegangen, dem Hanur vorsteht. Als Besonderheit werden hier gleich mehrere Götter unter einem Dach verehrt. Hanur selbst ist dabei aber auch eine einflussreiche Figur in der gesamten politischen Struktur des Inselreichs. Zusätzlich sind für Hanur Werte und Liturgien enthalten.

Mit „In Stein gemeißelt“ von Dennis Maciuszek und Marcus Jürgens folgt zuletzt ein Abenteuerszenario. Dabei erhalten die Helden von der Masha eines Archipelars den Auftrag, ein bestimmtes Dokument aus der Klosterfestung Kilkar’Na zu beschaffen. Doch schon auf der Seereise dorthin müssen die Helden entdecken, dass sie nicht die einzigen sind, die das Kloster aufsuchen wollen, als sie ein unsanftes Aufeinandertreffen mit einer Gruppe Brigantai haben. Im weiteren wird der Landweg ausgestaltet, beginnend mit einem Dorf, in dessen Nähe das Schiff der Helden anlegt, über dem Hain einer Nanja bis hin zum Eintreffen am Kloster selbst. Je nach der Reisegeschwindigkeit ändert sich die Lage, auf die die Helden bei ihrer Ankunft stoßen. Obschon der Titulierung nach mehr ein Szenario enthält das Abenteuer trotzdem alles, was ein Spielleiter zur Gestaltung benötigt. Neben zwei Karten ist eine Beschreibung der wichtigsten Räumlichkeiten des Klosters vorhanden, dazu noch Werte und Beschreibungen von Gegnern und Verbündeten der Helden.

Allgemein

Neben den Artikeln zu den anderen Uhrwerk-Reihen finden sich am Magazinende noch ein paar Verlagsneuigkeiten von Patric Götz. Besonders interessant für den DSA-Bereich ist dabei die Ankündigung eines eigenen DSA5-Regelwerkes für Myranor, das auch ohne Publikationen nutzbar ist, die originär für Aventurien verfasst sind. In der Liste der Topseller des vergangenen Jahres findet sich zudem erfreulicherweise das Pardona-Solo „Legatin des Bösen“ (auch von mir ziemlich positiv rezensiert). Das lässt darauf hoffen, dass es sich nicht um den letzten Auftritt Pardonas in Myranor gehandelt hat.

Fazit

Grundsätzlich stellt der DSA-Anteil dieses Mal primär sehr stark einen Ausblick auf die kommenden Myranor- und Tharun-Publikationen dar, insbesondere Myranor-Spieler müssen mit wenigen Seiten Vorlieb nehmen. Highlight ist eindeutig „In Stein gemeißelt“, das so gestaltet ist, dass es den Spielern ein abwechslungsreiches Abenteuer bietet, welches trotz seiner Kürze relativ variabel angelegt ist und Heldenaktionen gut einbaut in den möglichen Ereignisablauf.

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