Gucken, staunen, plaudern – ein Besuch auf der RPC

Wenn denn schon mal ein Großereignis im Rollenspielbereich in akzeptabler Wohnortnähe stattfindet, macht man sich ja ausgesprochen gerne auf den Weg, gerade auch, wenn man auf die eine oder andere Neuerscheinung spekuliert, wobei in meinem Fall primär „Aventuria“ das Objekt der Begierde dargestellt hat.

Schon der Fußweg vom Bahnhof rüber zur Messe ist ein echter Hingucker, wenn man überall von lustig gewandeten Gestalten, vom Ork über den Zombie bis hin zu diversen Cosplayern, eskortiert wird (was schon im Zug den einen oder anderen normalsterblichen Kölner wahlweise schmunzeln oder staunen ließ). Auch die dichtgefüllte und tierisch laute Halle beeindruckt, vor allem auch, weil vergleichsweise viele unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden, von den Gamerkonsolen für Computer- und Konsolenspielern hin zu den Verkaufs- und Infoständen der Rollenspielverlage, bis hinaus ins Freie zu den Fressbuden und Aktionsständen.

Mein erstes Ziel waren natürlich die Stände von Ulisses und Uhrwerk, wobei sich meine Kaufausbeute allerdings in bescheidenen Grenzen gehalten hat, neben meiner Ausgabe von „Aventuria“ habe ich mir noch die schöne Ausgabe von „Jenseits des Horizonts“ gegönnt, von der ich bisher nur die Kampagneneinzelteile kenne, die über viele Produkte verteilt sind, und eben nicht die später überarbeitete und komplettierte Version.

Die meiste Zeit habe ich dann aber am Infostand von Ulisses verbracht, der auch viel Resonanz erfuhr, was natürlich auch daran lag, dass dort die Ulisses-Mitarbeiter immer wieder geduldig Auskunft erteilt haben (zudem war ein großes Angebot an Demotischen vorhanden). Das wurde auch durch Material gestützt, unter anderem konnte man schon Vorabausgaben des Rahjasutras und des Kor-Vademecums in Augenschein nehmen, die also auch alsbald erscheinen werden. Weiterhin waren Ordner vorhanden mit Leseproben des Kompendiums sowie Illustrationen vieler Produkte, die in nächster Zeit erscheinen sollen, also von „Klingen der Nacht“, der neuen Rüstkammer, des Magiebandes und die beiden schon bekannten Cover der beiden nächsten Bände der Theaterritter-Kampagne.

Viel interessanter waren aber die Informationen, die man dazu von Alex Spohr und Eevie Demirtel erhalten konnten, die bereitwillig und geduldig alle Fragen zu aktuellen und zukünftigen Produkten beantwortet haben. Dabei kann man als jemand, der sich immer nur mit den Endprodukten auseinandersetzt, viel über Schaffensprozesse und Gedanken hinter Designentscheidungen erfahren. Ein Thema war natürlich die frisch erschienene Nostergast- Produktbatterie. Deren Design soll laut den beiden tatsächlich auch für die kommenden Spielhilfen prototypisch sein, d.h. mit einer Aufteilung in unterschiedliche Produkte, wobei eine einheitliche Inhaltsaufteilung wie in der Andergast-Spielhilfe geplant ist, z.B. nach Möglichkeit auch immer mit spielbaren Materialien in den Bänden (wie dem generischen Dorf Hollerdonk in Nostria/Andergast). Spannend ist dann z.B. auch der Abgleich mit eigenen Kritikpunkten, z.B. der Frage, warum die Streitenden Königreiche nicht nach den beiden Reichen getrennt wurde. Hier lag der Blick wohl vornehmlich in der Übersichtlichkeit für Spieler, die eben keine absoluten Experten der Geografie Aventuriens sind und für die eine alphabetische Sortierung der Städte sinnvoller ist. Alex Spohr erläuterte zudem den Gedanken hinter den allgemeinen Zaubersprüchen in dem Regionalband, hier soll tatsächlich ein Magier aus der entsprechenden Region direkt spielbar sein, dies soll auch in kommenden Bänden so fortgeführt werden. Genauso nett ist aber auch das Fachsimpeln über allgemeine Themen gewesen, z.B. die Diskussion über den Prolog von „Nordwärts“ oder die große Zeitspanne, die Eevie Demirtel in die Gareth-Spielhilfe investiert hat. Insgesamt finde ich es sehr positiv, dass die Ulisses-Mitarbeiter sich so viel Zeit nehmen, mit Spielern über ihre Produkte und die dahinterstehenden Gedanken zu sprechen.

Alles in allem war es für mich ein lohnender Tag auf der RPC, allerdings war ich am Ende dann doch froh, an so einem schwül-warmen Tag das überfüllte Messegelände hinter mir lassen zu können (wie hält man eigentlich sowas in voller Kostümierung durch?). Natürlich nicht ohne am Abend direkt ein wenig „Aventuria“ auszuprobieren…

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