„Der Andergaster“ – Ein Interview mit Reinhard Kotz

Seit ein paar Wochen ist „Der Andergaster“, die erste DSA-Comic-Umsetzung, im Handel erhältlich. Auch ich habe mir den Band bereits zu Gemüte geführt und bin zu sehr positiven Eindrücken gekommen, auch weil es sich hier um eine Umsetzung der Rollenspielvorlage in einem anderen Medium handelt, die offensichtlich mit viel Fachkenntnis über Aventurien und die dortigen Verhältnisse kreiert wurde. Freundlicherweise hat sich Autor Reinhard Kotz zu einem Interview bereit erklärt, in dem er vieles über die Genese von „Der Andergaster“ verrät.

Dereblick: Wie bist zum Rollenspiel und speziell zu DSA gekommen?

Reinhard Kotz: Als ich noch ein Kind war, kam über die Sommerferien oft mein Cousin für mehrere Wochen zu uns zu Besuch. Einmal, ich dürfte damals etwa 11 Jahre alt gewesen sein, hatte er die DSA-Grundbox und einige Abenteuer mit im Gepäck. Mit meinem Bruder und einem weiteren Verwandten haben wir angefangen zu spielen. Das erste Abenteuer dürfte „Silvanas Befreiung“ gewesen sein. Bei mir ist gleich der Funke übergesprungen und der ist bis heute nicht erloschen. Die ersten Jahre habe ich ausschließlich DSA gespielt. Vermutlich weil ich damals noch nicht wusste, dass es auch andere System gab. Die habe ich dann erst später entdeckt. Aber DSA war meine erste Rollenspiel-Liebe und ich kehre daher immer wieder gern nach Aventurien zurück.

Dereblick: Was macht für dich die besondere Faszination des Mediums Comic aus?

Reinhard Kotz: Ein Comic ist die Symbiose aus Text und Bildern. Er bietet die Möglichkeit, Inhalte über Text, Bilder oder sogar aus einer Kombination von beiden zu transportieren. Das ist ein Mehr im Vergleich zum Roman. Ein guter Comic macht von diesen Mitteln gezielt Gebrauch, wodurch Geschichten oft an Intensität gewinnen. Beispielsweise können wirre Träume oft nur schwer durch Texte beschrieben werden. Mittels Bildern ist das hingegen leicht möglich.

Auch schätze ich am Comic (im Vergleich zum Roman), dass ein Comic präzise sein muss. Im Roman kann man Vieles nur vage beschreiben und im Ergebnis offen lassen, beispielsweise wie eine Person aussieht. Im Comic geht das nicht. Da ich besonders gerne Werke mit phantastischem Hintergrund lese, schätze ich es auch, wenn die Dinge, die es nicht gibt, durch Bilder gezeigt werden. Dann versteht man leichter, was gemeint ist, als wenn man mühselige Beschreibungen lesen muss. Beispielsweise finde ich es hilfreicher, zu sehen, wie Raumschiffe oder Hobbits aussehen, anstatt nur darüber zu lesen. Daher habe ich auch immer Bücher geschätzt, in denen es Bilder gab. Früher war das gebräuchlicher. Heutzutage sind bebilderte Bücher fast ausgestorben, bzw. nur noch in Kinderbüchern üblich.  

Comics fokussieren sich auf die Geschichte, weil man Nebensächlichkeiten, wie beispielsweise Beschreibungen von Personen oder der Umgebung schneller aufnehmen kann. Wenn in einem Roman eine wichtige Figur das erste Mal auftaucht, dann muss der Autor sie beschreiben. Die Beschreibung ist auf der einen Seite wichtig, um sich ein Bild von der Person machen zu können, auf der anderen Seite hemmt sie etwas den Erzählfluss, weil nicht mehr die Handlung im Mittelpunkt steht. Im Comic wird die Beschreibung einfach durch ein Bild ersetzt, welches der Leser im Bruchteil einer Sekunde wahrnehmen kann. Dadurch erhält er alle Information, ohne dass der Lesefluss großartig gehemmt wird.

Ein weiterer Grund, warum ich Comics schätze, ist, dass der Autor gezwungen ist sich kurz zu fassen. Das liegt daran, dass ein Comic oft eine vorgegebene Seitenzahl hat (oder ein vorgegebenes Budget für den Zeichner, was in etwa auf das Gleich herauskommt), mit dem der Autor auskommen muss. Daher muss er die Comicgeschichte gut durchdenken (ein weiterer Pluspunkt), um den oft viel zu knappen Platz sinnvoll zu nutzen. Ich liebe gut durchdachte Geschichten und hasse unnötige Vielschwätzigkeit. Letztere Unsitte greift heutzutage stark im Roman um sich, weil es im Roman eben keine Rolle spielt, wie lang er ist. Viele Autoren neigen daher dazu, Romane länger zu machen als nötig.

Der Hauptgrund, warum ich mich verstärkt Comics zuwandte, war aber Zeitmangel. Ich habe schon immer viel gelesen. Während der Schuldzeit habe ich bevorzugt Romane gelesen, wobei es mir vor allem die großen Klassiker angetan hatten. Doch mit dem Studium und später der Arbeit hatte ich immer weniger Zeit. Da Romane selten unter 500 Seiten dick sind und ich ein eher langsamer Leser bin, hat es oft Wochen gedauert, bis ich mit einem Roman fertig war. Das empfand ich als sehr unbefriedigend. Es geht viel verloren, wenn man ein Werk nicht zeitnah komplett liest. Daher bin ich zum Comic gewechselt. Comics lesen sich deutlich schneller als Romane, beinhalten aber trotzdem vollständige Geschichten.

Dereblick: Wie bist du auf die Idee gekommen, das Rollenspiel DSA und dessen Spielwelt Aventurien in einem Comic umzusetzen?

Reinhard Kotz: Hier muss ich weit ausholen: Vereinfacht könnte man sagen, dass ich beide Medien stark nutzte, sie sich gegenseitig befruchteten und so das eine zum anderen kam.

Ich beschäftige mich seit meinem 11. Lebensjahr mit Rollenspielen. Mit Comics noch viel länger. Im Laufe der Jahre lernt man dadurch unbewusst, worauf es im Rollenspiel und bei Comics ankommt.

Zum Schreiben kam ich durch das Rollenspiel. Ich war oft Spielleiter und dachte mir ständig irgendwelche Geschichten, Abenteuer oder bemerkenswerte Begegnungen für meine Runde aus. Irgendwann beschloss ich, meine Ideen für mich aufzuschreiben, so dass ich zahlreiche Ideen für Geschichten, Orte oder Personen in meiner Schublade liegen habe.

Eine davon war „Der Andergaster“, ein Szenario, das ich 2003 das erste Mal für meine damalige Runde in Regensburg leitete. Ich kam damals wegen meines Referendariats nach Regensburg und natürlich war das Erste, was ich machte, mir eine Rollenspielgruppe zu suchen. Wir waren uns dann einig, dass wir die Phileasson-Saga spielen wollten und ich sie leiten sollte. Da die Phileasson-Saga aber für Helden der 4. Stufe angedacht ist, wir aber – wie es sich gehört – auf der 1. Stufe anfingen, gab es ein kleines Vorspiel. Ich habe daher unsere Kampagne in Havena beginnen lassen und habe die Helden dann nach Thorwal geführt. Nun liegt bekanntlich zwischen Havena und Thorwal Nostria, also habe ich mir ein kurzes Szenario für die Reise durch Nostria ausgedacht. Damals war „Sleepy Hollow“ noch nicht so lange her und ich fand die Idee, dass ein Schwarzer Reiter eine Gegend unsicher macht, sehr reizvoll. Daher griff ich diese Idee auf, setzt sie aber ganz anders um. Als Sherlock Holmes- Fan liebe ich das Rationale und daher war klar, dass es bei mir eine logische Lösung geben würde und keine übersinnliche. Das Szenario lief dann verdammt gut. Rückblickend muss ich sagen, dass ich tolle Spieler hatte, die die Geschichte aktiv mitgestalten.

Als ich mich später wieder verstärkt den Comics zuwandte, fiel mir auf, dass sich auch bei Comics das sogenannte „Hollywood-Syndrom“ verbreitet. Damit meine ich: Viele Comics werden toll gezeichnet, haben aber kaum noch eine gute Story. Das missfällt mir, da für mich die Geschichte das wichtigste ist und nicht die Bilder. Die Bilder sind nur ein Mittel, um die Geschichte möglichst gut zu erzählen, sie haben aber keinen Selbstzweck. Daher kam bei mir der Gedanke auf, dass ich das besser könnte. Von da an, war es nicht mehr weit, bis ich mir sagte: Dann tu es doch einfach! Und was war naheliegender als für meinen ersten Comic auf eine meiner Ideen aus dem Rollenspiel zurückzugreifen. „Der Andergaster“ erwies sich als sehr geeignet dafür. Da mir noch vieles aus der Regensburger Runde gut im Gedächtnis war, habe ich auch die eine oder andere Handlung meiner Spieler in den Comic einfließen lassen.

Dereblick: Auf der Dreieich-Con hast du dein Projekt 2013 dem Verlag vorgestellt. Wie ist das abgelaufen?

Vielleicht sollte ich vorher erst berichten, wie es überhaupt zu dem Treffen kam. Nachdem mein Skript für den Comic fertig war, habe ich Ulisses per Mail angeschrieben. Keine Reaktion! Dann habe ich auf der Homepage nach jeder nur erdenklichen E-Mail-Adresse gesucht und jeden angeschrieben. Gleiches Ergebnis! Später lernte ich auf einer Convention Holger kennen, der damals Supporter war für UIisses (wenn auch für Pathfinder). Ich erzählte ihm von meiner Idee und sie gefiel ihm. Er sprach daraufhin mit Markus Plötz und auf einmal ging alles sehr schnell. Ich sollte noch einmal mein Skript einschicken und bekam ein Treffen auf der Dreieich-Con.

Ich bin dann von Nürnberg extra nach Dreieich gefahren. Das Treffen fand in einem Restaurant in der Nähe statt. Daran teilgenommen haben Markus Plötz und Eevie Demirtel. Wir haben ca. 1-2 Stunde geredet. Das Gespräch lief in einer entspannten Atmosphäre ab. Ich musste mein Comic-Projekt weder großartig präsentieren noch verkaufen. Im Grunde stand schon vor dem Treffen fest, dass Ulisses den Comic machen wollte. Ihnen gefiel die Idee, damit einen neuen Zugang zum Rollenspiel zu schaffen. Wir haben uns daher auch viel über den Markt für Comics und Rollenspiele unterhalten. Am Ende wurden einige Bedingungen abgehakt. Beispielsweise wieviel der Zeichner maximal kosten darf, damit der Comic sich auch für den Verlag rechnet. Dann bekam ich das „go“ und der Rest ist bekannt.

Dereblick: Wie haben Carsten Dörr und du sich gefunden?

Reinhard Kotz: Nach dem Treffen auf Dreieich hatte ich grünes Licht für die Umsetzung meines Comics. Ich habe dann auf der Seite www.comicforum.de eine Anzeige aufgegeben, dass ich einen Zeichner für einen Fantasy-Comic suche. Das Wort DSA fiel in der Anzeige nicht. Daraufhin haben sich, ich glaube um die 13 Zeichner gemeldet. Mit allen habe ich dann ausführlich telefoniert, ihnen mein Projekt vorgestellt und die finanziellen Mittel besprochen. Die Interessenten sollten die erste Seite des Comics als „Bewerbung“ einreichen. Insgesamt erhielt ich 6 Bewerbungen. Davon gefiel mir die von Carsten am besten. So kamen wir zusammen. Da Carsten in der Nähe von Hamburg wohnt und ich in Nürnberg, lief alles per Telefon und Mail ab. Vor wenigen Wochen, kurz vor dem Erscheinen, haben wir uns erst das erste Mal in Hamburg getroffen.

Dereblick: Zwischen der ersten Idee und der Umsetzung sind ja 5 Jahre vergangen. Kannst du grob einschätzen, wieviel Zeit du nebenberuflich in die Arbeit an „Der Andergaster“ gesteckt hast?

Reinhard Kotz: Das ist sehr schwer zu sagen, da es mir gelungen ist, das Comic-Schreiben in meinen Alltag zu integrieren, ohne mir dafür speziell Zeit einzuplanen. Zum besseren Verständnis: Die Art und Weise wie ich Comics schreibe, besteht etwa zu 95 % aus Nachdenken, 4 % aus Recherchieren und 1 % aus dem tatsächlichen Schreiben. Meist schwirrt mir eine bestimmte Szene im Kopf herum, beispielsweise ein Dialog zwischen wichtigen Figuren, und dann durchdenke ich das Gespräch so oft, bis ich das Gefühl habe, dass es passt. Dann schreibe ich es irgendwann auf. Das Nachdenken findet statt, wann immer ich dafür etwas Zeit habe. Zum Beispiel beim Autofahren, beim Mittagspaziergang oder vor dem Einschlafen. Dadurch aktiviert sich mein Unterbewusstsein und manchmal kommen mir dadurch die tollsten Ideen.

Dereblick: Lange Zeit hat „Der Andergaster“ ja nur als dein Textscript existiert- Wie ist es, wenn man dann das erste Mal Entwürfe für eine bildliche Umsetzung vor sich liegen hat?

Reinhard Kotz: Es ist furchtbar, ändert sich dann aber bald in euphorisch. Ernsthaft! Wenn ich Comics schreibe, dann arbeite ich oft sehr visuell. Ich stelle mir die einzelnen Panels bildhaft vor, teilweise schon sehr detailliert. Manchmal sehe ich sogar ganze Seiten vor mir. Kurz: ich habe schon eine sehr konkrete Vorstellung, wie das mal aussehen soll. Wenn ich dann aber die Entwürfe von Carsten erhielt, sah alles immer ganz anders aus. Da fehlten einem im ersten Moment schon Mail die Worte. Daher habe ich es mir angewöhnt, die Zeichnungen nicht gleich zu kommentieren, sondern erstmal zur Seite zu legen und sie mir später noch einmal in Ruhe anzuschauen. Dann war ich schon darauf vorbereitet, dass es nicht meine Welt ist, die Carsten zeichnete, sondern seine. Und auf einmal kann man sich daran erfreuen und merkt, wie gut das eigentlich ist. Oft viel besser als die eigenen Vorstellungen.

Dereblick: Kommen wir zum Inhalt: Hat es einen bestimmten Grund, dass vor allem Nostria als Schauplatz dient, z.B. eine besondere Vorliebe deinerseits für diese Region?

Reinhard Kotz: Im Grunde nicht. Wie ich schon sagte, basiert der Comic auf einem Szenario oder Kurzabenteuer, das ich einmal leitete, als meine Gruppe durch Nostria reiste. Als ich dieses Szenario für den Comic nahm, sah ich keinen Grund, den Schauplatz zu ändern. Ich glaube sogar, dass die Geschichte um den Andergaster an keinem besseren Ort spielen kann. Die Streitenden Königreiche sind mit ihren Vorurteilen, ihrem Aberglauben und ihrer Rückständigkeit für diese Art von Geschichten geradezu perfekt.

Dereblick: In dem Comic tauchen ja auch einige offizielle Figuren aus dem Metaplot auf, unter anderem fast die gesamte Führungsriege Nostrias. Ist es ein besonderes Gefühl, diese Figuren zum Leben zu erwecken? Nebenbei: Sind die Ereignisse aus „Der Andergaster somit eigentlich kanonisch?

Reinhard Kotz: Es macht natürlich sehr viel Spaß, bekannten Figuren ein Gesicht, einen Charakterzug oder gar einen Hintergrund zu geben, allerdings ist das nicht immer ganz einfach und auch nicht ungefährlich. Meine größte Angst war es, dass Fans kritisieren würden, eine der offiziellen Figuren würde überhaupt nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Daher habe ich bei offiziellen Figuren immer viel Recherche betrieben, aber bei der Menge an DSA-Text kann es natürlich leicht geschehen, dass man eine wichtige Quelle übersieht. Bislang blieben derartige Kritiken aber zum Glück aus.

Am schwierigsten empfand ich die Darstellung der Marschallin Rondriane von Sappenstiel und zwar sowohl optisch als auch charakterlich. Von ihr gab es lange Zeit kein Bild und kaum eine brauchbare Beschreibung. Erst in „Mehrere der Macht“ wurde sie etwas näher beschrieben. Im Quellenband „Die streitenden Königreiche“ erschien dann ein Porträt von ihr, das aber kaum mit der Beschreibung aus dem Roman übereinstimmt. Aber zu diesem Zeitpunkt hatten wir sie ohnehin schon gezeichnet und es wäre zu aufwendig gewesen, alle Bilder im Comic noch einmal zu überarbeiten, in denen sie vorkam.

Auch empfinde ich sie als Charakter sehr schwierig. In „Unter dem Westwind“ wird sie im Großen und Ganzen als sehr kompetente Marschallin beschrieben, die lediglich die junge Königin unterschätzt. Da sie aber fast nur in Verbindung mit der Königin auftaucht (im Roman wie im Comic) ist sie damit eigentliche inkompetent.  Ich hoffe daher, dass meine Darstellung der Marschallin im Comic ihr gerecht wird.

Ob der Comic kanonisch ist, weiß ich nicht. Da er als offizielles Produkt zu DSA5 erschienen ist, ist davon auszugehen. Allerdings ist das ohne große Bedeutung. Ich habe im Comic zwar mit der politischen Situation gespielt, aber letztlich ist nichts passiert, dass zu einer gravierenden Veränderung geführt hätte. 

Dereblick: Hast du eine persönliche Lieblingsfigur im Comic?    

Reinhard Kotz: Ja, es ist natürlich Answin von Orkenwall, DER Answin von Orkenwall, weil mich mit ihm eine Geschichte verbindet, während die anderen Figuren wie z. B Leandro, Yann und Yorris eigens für den Comic erfunden wurden.

Als ich das Szenario 2003 in Regensburg spielte, war der Grenzkommandant Answin nicht als NSC vorgesehen gewesen, sondern nur ein Grenzturm mit einigen namenlosen Soldaten. Meine Spieler wollten aber unbedingt den Kommandanten sprechen (sie waren eingebildete Adlige und wollten sich nicht mit Leuten unter ihrem Stand abgeben). Also musste ich auf die Schnelle einen Kommandanten erfinden. Und da war er plötzlich: Answin von Orkenwall, DER Answin von Orkenwall. Der war damals schon so ähnlich wie heute und wie es seine bescheidene Art halt so ist, drängte er sich gleich in den Vordergrund.

Meine Gruppe fand ihn auf Anhieb sympathisch und alarmierte ihn später dann auch, als sie die Leichen fanden und plötzlich war er im Abenteuer (wie auch im Comic) eine wichtige „Nebenfigur“.

 Es ging aber noch weiter mit ihm: der König (damals hatte Nostria noch einen König) befahl Answin, sich so lange um die auswärtigen Gäste aus Havena zu kümmern, bis sie wieder sicher daheim ankommen sind. Wie ich schon sagte, reisten die Helden aber nach Thorwal und dann mit Phileasson um die ganze Welt. Natürlich nahm Answin den Befehl des Königs wörtlich und reiste erfreut mit. Er war daher einer der zahlreichen Gefährten der Helden im Gefolge Phileassons und bekam immer wieder Gastauftritte.

 Später, als ich mal wieder Spieler sein durfte, habe ich Answin eine Zeit lang sogar als Helden gespielt. Aber das ist eine andere Geschichte, die ein anderes Mal erzählt werden soll.

Dereblick: Wie zufrieden bist du jetzt nach dem Erscheinen mit dem Endergebnis und der Resonanz, die du mittlerweile erhalten hast?

Reinhard Kotz: Der Comic entspricht von der Aufmachung her allen meinen Wünschen. Da hat Ulisses ganze Arbeit geleistet. Das Einzige, was mich irritierte, war, dass sich die erste Seite des Comics auf der linken Seite befindet und nicht wie üblich auf der rechten.

Von der Resonanz kann ich nicht klagen. Die ersten Rezensionen erschienen schon einen Tag nach der Publikation und fielen auch durchweg sehr positiv aus.

Dereblick: „Der Andergaster“: One-Hit-Wonder oder Startschuss? Sprich: Gibt es Zukunftspläne?

Reinhard Kotz: Wenn es nach mir geht, dann ist das erst der Startschuss für noch weitere Comics. Ich habe auch schon zahlreiche Ideen, die ich gerne umsetzen möchte. Aber dazu muss „Der Andergaster“ bei den Lesern gut ankommen.

Dereblick: Reinhard, vielen Dank für das nette und sehr informative Gespräch!

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