Die RPC 2018

Vorbemerkung: Die RPC gehört ob der relativen Wohnortnähe (eine knappe Stunde Zugfahrt von Aachen-Rothe Erde nach Köln-Deutz) für mich zum absoluten Pflichtprogramm. Ein paar Neuheiten abgreifen, ein paar nette Leute treffen und natürlich noch meinen Verpflichtungen als „Frontberichterstatter“ für DSANews.de nachzukommen (die Resultate können unter anderem hier nachgelesen werden), so lauteten in diesem Jahr die Ziele für meinen samstäglichen Besuch.

Wie üblich habe ich mich für einen eher pünktlichen Start entschieden, um rechtzeitig zum Einlass ab 10:00 Uhr vor Ort zu sein. Schön ist auf der Anreise immer schon die Mischung aus Leuten, die sichtbar auf dem Weg zur RPC sind (erkennbar an den illustren Gewandungen, vom Manga-Stil über wackere Rittersleut bis hin zu diversen Aliens) und denen, die noch nie von einer solchen Veranstaltung gehört haben (wahlweise erkennbar am staunenden Grinsen/ungläubigen Kopfschütteln/argwöhnischen Getuschel). Trotz großer Massen funktioniert der Einlass bemerkenswert gut, auch die Taschenkontrolle ist nach knapp 5 Minuten abgehandelt. Nach einer kurzen Orientierung hat mich mein erster Gang zum Ulisses-Stand geführt.

Beutesicherung

In traditioneller Schatzjäger-Manier habe ich mich zunächst um die Sicherung der in den Vortagen ausmachten Objekte meiner Begierde gekümmert, was in diesem Jahr gleichbedeutend mit dem Kauf der beiden Abenteuer-Neuheiten Donnerwacht II – Bündnis der Wacht und Gefangen in der Gruft der Königin war. Der Nachschub an Rezensionsfutter ist also vorerst gewährleistet, wobei sich die entsprechenden Artikel in den nächsten Wochen hier im Blog einfinden werden. Wenn sie auch nett ausschauten, konnte ich mich dann doch nicht dazu durchringen, mir eines der beiden neuen Plüschtiere zuzulegen. Als ziemliches Kuriosum wurde zudem noch ein Rahja-Badetuch ausgelegt, das im Zuge des Corwdfundings zu Wege der Vereinigungen entstanden ist. Dazu konnte man auch noch einiges an B-Ware erwerben, wobei ich mich an ein paar alten Romanen schadlos gehalten habe. Hier steht auch eine Spendendose für Bärenherz bereit, die ein wenig zu füttern sicherlich eine gute Sache ist.

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Meine Messeausbeute

Plauderstunde

Nach dem Erreichen dieses Primärziels ergab sich dann tatsächlich ausgiebig die Gelegenheit, mit dem einen oder anderen Ulisses-Mitarbeiter persönlich ein wenig zu plaudern und die eine oder andere Neuigkeit aufzuschnappen. Markus Plötz zeigte sich beispielsweise ausgesprochen zufrieden mit dem Kaiser Retro-Crowdfunding, dessen zahlstarke Boxen und Hefte ausgesprochen prominent in der Mitte des Ulisses-Verkaufsareals aufgebaut waren. Ohnehin sieht er in den Crowdfundings eine hervorragende Möglichkeit, wobei für den Verlag offenbar weniger der Aspekt der Vorfinanzierung im Vordergrund steht, sondern der Eventcharakter der Finanzierungsphase. Das steht auch im Zusammenhang mit dem Ansinnen, DSA auch wieder für ein jüngeres Publikum interessant zu machen, genauso wie die Let´s Play-Videos. Entsprechende Resonanz habe man auch, was z.B. die Teilnehmer an der RatCon angeht.

Nikolai Hoch als verantwortlichen Redakteur konnte ich dann etwas konkreter zu einzelnen Produkten befragen. Knapp nicht zur RPC hat es das Aventurische Kompendium II geschafft, weil noch einmal über einige Aspekte drübergeschaut werden soll. Hier hofft er dementsprechend auch auf eine positivere Resonanz als beim Vorläufer. Die Al´Anfa-Kampagne steht zur Zeit noch nicht in den Startlöchern, da die Konzentration in letzter Zeit auch vielfach auf den Crowdfundings gelegen hat. Solche Großprojekte nehmen demnach viel Zeit für die begleitenden Redakteure in Anspruch, zumal mit Sternenträger ja schon eine weitere Kampagne mit mehreren Bänden in Planung ist.  Ohnehin kann sich die Zwei-Mann-Redaktion für DSA (neben Nikolai Hoch noch Alex Spohr) offenbar nicht über mangelnde Arbeit beschweren. Allerdings hat dies leider auch die Auswirkung, dass laut Nikolai leider im Moment noch keine weiteren Überlegungen zur Zukunft von Myranor und Tharun angestellt werden konnten.  Hier hoffe ich natürlich, dass sich dort bald Lösungen ergeben, z.B. in Form der Einbindung von bewährten Kräften, wie ja z.B. der Macher der Memoria Myrana sehr deutlich zeigen, dass sie weiterhin an eine Zukunft glauben und auch bereit wären, diese aktiv mitzugestalten.

Weitere Nostalgie-Crowdfundings oder weitere neue Produkte für DSA1 sind aktuell nicht geplant (wurden aber auch keineswegs für die weitere Zukunft ausgeschlossen), allerdings wird es im Rahmen des Havena-Crowdfundings in dieser Hinsicht noch etwas geben, sprich können wohl auch Teile der alten Havena-Box hinzugebucht werden. Hier scheint der Stand auch schon sehr weit fortgeschritten sein, so dass Nikolai sehr zuversichtlich ist, dass die Produkte auch nicht allzu lange nach der Beendigung der Finanzierungsphase ausgeliefert werden können. Das klingt dann ja auch so, als wäre damit bald wieder eine Regionalspielhilfe verfügbar, nachdem in der Community hier zuletzt doch einige Fragen und auch ein wenig Ungeduld aufgekommen ist.

Nadine Schäkel hat sich in mittlerweile fast gewohnter Manier für eine Mischung aus Gesprächsbereitschaft und produktiver Arbeit entschieden. So konnte man ihr dabei über die Schulter schauen, wie sie eine neue Drachenspezies kreiert. Das Biest sah auf jeden Fall schon recht imposant aus, leider durfte Nadine noch nicht verraten, für welche Publikation die Illustration eingeplant ist. Daneben erzählte sie ein wenig von ihrem Werdegang von der DSA-Spielerin, die schon als Kind fasziniert von den DSA-Sachen ihres Vaters war, bis hin zur Ulisses-Mitarbeiterin selbst.

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Achtung, liebe Rollenspieler: Hier entsteht eine neue Drachenspezies für Sie!

Robert Corvus war an seinem gemeinsamen Stand mit Bernhard Hennen sichtlich gut gelaunt, während er von seiner Arbeit an der Phileasson-Saga erzählte, die ihn laut Plan immerhin noch bis 2020 beschäftigen wird. Nebenbei konnte man an einer kleinen Abstimmung teilnehmen, indem man mit einer Murmel wahlweise ein Glas mit der Aufschrift „Phileasson“ oder „Beorn“ füttern konnte, um seine Sympathie für eine der beiden Ottajaskos zu bekunden. Freundlich (aber bestimmt) leitete mich der Autor der Phileasson-Anteile der Bände dazu an, mich für seine Seite zu entscheiden. Hier konnte ich noch eines der letzten Exemplare von Im Schatten der Dornenrose ergattern, das Robert als sehr kontrovers beschrieb und noch mit der verheißungsvollen Widmung „Willkommen im Reich der Erdämonin“ versehen hat. Ich bin gespannt…

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Eine Einladung, die man nicht ausschlagen kann…

Daneben kann man die RPC natürlich auch zum Schlendern nutzen, es gibt überall genug zu sehen, allein wenn man sich die ganzen kostümierten Menschen anschaut, von denen viele anscheinend immens viel Zeit und Aufwand in ihre Verkleidungen investiert haben, wobei der Orkenspalter-Dino natürlich den größten Hingucker darstellt. Zusätzlich ergab sich erfreulicher Weise auch die Gelegenheit zu dem einen oder anderen kurzen Treffen mit bekannten Gesichtern, so hat es mich wieder sehr gefreut ein paar Worte mit Kai von Vier Helden und ein Schelm zu wechseln.

Wer also am heutigen Sonntag noch nichts vorhat oder für 2019 über einen Besuch nachdenkt: Es lohnt sich!

Viele Grüße

Engor

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