Hilfe, mein Metaplot ist weg!

Vorbemerkung: Die Aufkündigung der Zusammenarbeit von Michael Masberg und Ulisses Spiele hat zuletzt für einigen Wirbel gesorgt, hierzu habe ich mich ja auch schon ausgelassen. Im Zuge der Diskussionen kam aber neben dem Bedauern über den Verlust einen guten Schreibers und einer vielversprechenden Romanfortsetzung auch eine andere hochinteressante Debatte auf: Die geplante Story von Schmiede der Verdammnis sollte immerhin die noch nicht abgeschlossene Splitterdämmerung und das Schicksal von Leonardo dem Mechanikus auflösen, zwei ausgesprochen wichtige und zentrale Aspekte der lebendigen Geschichte Aventuriens, die schon jahrzehntelang Bestandteile des sogenannten Metaplots sind. Und hier wurde somit von vielen Beteiligten die Frage aufgeworfen, ob dieser Metaplot aktuell überhaupt noch eine erkennbare Kontur hat?

Metaplot, was ist das?

In den Foren ist diese Frage durchaus Bestandteil von ellenlangen Diskussionen (die ich, in ihrer reinen Definitionsfrage, oft als viel zu kleinschrittig und teilweise auch als anstrengend empfinde), wobei ich hier im Prinzip nur einen sehr groben Nenner habe. Letztlich ist ein Rollenspiel ja etwas, was den Fortgang einer Geschichte in die Hände seiner Protagonisten legen möchte, die mit ihren Aktionen bestimmen, wie eine Handlung sich entwickelt. Trotzdem hat Aventurien hier eine lange Tradition, dass die Schreiber natürlich auch über die reinen Einzelabenteuer hinaus die Geschichte der Welt zusammenhängend fortschreiben. Dabei gibt es einerseits große Erzählstränge, die das Schicksal des gesamten Kontinents bestimmen, wobei hier natürlich vor allem die Rückkehr Borbarads und alle sich daraus ergebenden Folgen (von den ersten Vorankündigungen über die Invasion hin zur Dritten Dämonenschlacht und folgend zum Jahr des Feuers und zuletzt zur Splitterdämmerung) den dominanten Plotstrang darstellen. Das steht aber nicht isoliert, beispielsweise haben auch einzelne Regionen ihre fortgeführte Geschichte, z.B. die zunächst vom Mittelreich besetzte Insel Maraskan mit ihren vielen kleinen Widerstandsnestern, die später Borbarad und seinen Erben in die Hände geriet und sich dann weitgehend wieder der Dämonendiener entledigen konnte. Das geht aber auch bis auf die Figurenebene hinunter, z.B. in der wechselhaften Herrschergeschichte des Mittelreichs, vom unglücklich agierenden Hal zum schicksalsgeplagten Brin und dessen Witwe Emer bis hin zur Hoffnungsträgerin Rohaja. Zudem gibt es auch Einzelfiguren, die über die Jahre hinweg eine immer wieder aufgenommene Individualhistorie haben, wobei für mich vor allem Leomar vom Berg ein Musterbeispiel darstellt, den man als aufstrebenden Offizier im Khomkrieg kennenlernt, dann seinen Aufstieg zum Marschall miterlebt, bis hin zum tiefen Fall als Reichsverräter und Söldnerführer.

Natürlich ist all das mal mehr, mal weniger stringent von jeweiligen DSA-Machern betrieben worden, gerade die Anfangszeit ist von weitgehend frei von solchen Tendenzen, im Gegenteil haben viele dort schon auftauchende Figuren und Plots erst später rückwirkend ihre zusammenhängende Bedeutung erhalten, während umgekehrt Mitte der 90er Jahre bis zur Jahrtausendwende gefühlt jedes Abenteuer mit Borbarads Rückkehr verknüpft war. Das führt bei mir und meiner damaligen Gruppe zwischenzeitlich sogar zu dem sehnlichen Wunsch, hin und wieder mal „kleine“ Abenteuer zu spielen, bei denen nicht gleich die große Epikkeule ausgepackt wurde und es um das Schicksal ganzer Landstriche gehen sollte.

Steter Begleiter war und ist natürlich immer der Aventurische Bote, wobei auch hier Unterschiede zu erkennen sind, war das Medium doch grade in früheren Zeiten auch immer eng verknüpft mit dem Baroniespiel. Für dessen Spieler war es sicherlich immer wieder ein Highlight, dass ihre Charaktere übergreifende Erwähnung fanden, für den naiven Leser war es aber teilweise auch furchtbar irrelevant, wie den die Fehde zwischen dem Baron von Hinterdörflingen-Kleingewicht und dem Grafen von Mautbach-Großgern ausgegangen ist. Daneben steht aber auch eine Begleitung der großen allgemeinen Geschehens, z.B. zuletzt die Rückeroberung einiger Gebiete des Mittelreichs.

Von Redaktion zu Redaktion

Ein nicht zu unterschätzender Faktor sind natürlich auch die Personen, die hinter solch übergreifenden Ideen stehen. Primär ist dabei natürlich die jeweilige Redaktion zu nennen. In über drei Jahrzehnten hat sich auch hier ein steter Wandel ergeben, teils bedingt durch Lizenz- und Verlagswechsel, teils natürlich auch durch tragische Umstände (primär natürlich das viel zu frühe Ableben von Ulrich Kiesow) sowie durch teils offen ausgetragene Konflikte.

Solche Wechsel hinter den Kulissen haben auch immer wieder ihre innverweltlichen Spuren hinterlassen, sei es durch starke Kurswechsel, weil die neuen Macher andere Vorstellungen als ihre Vorgänger hatten, sei es auch durch vollständige Ausstiege, die unter anderem dazu geführt haben, dass diverse mehrteilige Romanprojekte niemals komplettiert werden konnten. Und stellenweise hat man auch das Gefühl, dass so viele offene Plotideen aufgeworfen wurden, dass mittlerweile kaum noch jemand den Überblick hat, was alles noch zu einem Ende geführt werden muss.

Was ist alles noch offen?

Tatsächlich ist die ältere und jüngere aventurische Geschichte reich an bislang unvollendeten Passagen: So ist der größte aventurische Entdecker Phileasson Foggwulf schon sehr lange verschwunden, während seine alte Feindin Pardona seit vielen Jahren (und einem gelungenen Soloabenteuer) in Myranor verschollen ist. Ebenfalls liegt ein seit Jahren angedeuteter Bedeutungswandel des Rastullahglaubens brach, genauso wie man darauf wartet, was nun eigentlich genau mit den Splittern der Dämonenkrone geschehen wird (zumal noch nicht alle der damaligen Antagonisten final ausgeschaltet wurden). Und das sind noch längst nicht alle unvollendeten Ideen (eine kleine Auswahl findet sich in der aktuellen Umfrage meines hochgeschätzten Bloggerkollegen Kai Frerich von Vier Helden und ein Schelm).

Stilstand an allen Fronten?

Wie schon erwähnt war und ist das Ausmaß, in dem man mit den übergreifenden Plotsträngen konfrontiert wird, sehr unterschiedlich gestaltet. Allerdings halte ich die These, dass gerade seit dem Editionswechsel hin zu DSA5 und dem vorherigen (weitgehenden) Abschluss der Splitterdämmerung vergleichsweise wenig geschehen ist, für durchaus richtig.

Zwar kann man nicht sagen, dass seitdem nichts fortgeführt wurde. So gibt es mit dem Sternenfall ein neues Großereignis, das in mehreren Publikationen aufgegriffen wurde, u.a. mit dem Knalleffekt der Zerstörung Arivors oder der Reisekampagne auf den Spuren Niobaras. Aber tatsächlich ist das alles für mich noch ein reichlich diffuses Gebilde, verbunden mit ein paar Schlagwörtern wie dem Karmakorthäon oder dem Konflikt von Götterwesen wie Rondra. Shinxir und Kor. Einen echten Plan, der stringent fortgeführt wird, erkenne ich aber seit dem effektreichen Beginn nicht mehr.

Die einzige bislang abgeschlossene Kampagne im Bornland hat durchaus Resultate gebracht, hier aber fehlt das zügige Nachsetzen in Form einer Regionalspielhilfe, die die das Ganze resümierend zusammenfasst und weitere Zukunftsperspektiven für die gesamte Region gibt. Umgekehrt wirkt es etwas irritierend, dass mit zwei Romanen als Prolog der Eindruck erweckt wurde, dass die kommende Kampagne um den Krieg zwischen Al´Anfa und dem Kemi-Reich unmittelbar in den Startlöchern bereitstehen würde, nun aber schon ein halbes Jahr vergangen ist, ohne dass Abenteuer erschienen sind bzw. eine konkrete Ankündigung erfolgt ist.

Erklärungsansätze

Als Außenstehender kann man über die Gründe natürlich nur spekulieren, allerdings erscheinen mir einige Aspekte recht offenkundig. So liegt der Fokus seit 2015 doch recht deutlich auf der Entwicklung der Regeln, sind doch zu einigen Bereichen (z.B. Magie, Bestiarium, Rüstkammer) schon mehrere Bände erschienen, während mit Nostria/Andergast und Albernia nur zwei Regionalspielhilfen veröffentlicht wurden. Natürlich ist mir ersichtlich, dass nach einer so regelaffinen 4. Edition das Bestreben hoch ist, so schnell wie möglich wieder alle Regelbereiche auch für DSA5 verfügbar zu machen, als Freund von narrativen Elementen hätte ich mir hier aber ein etwas ausgewogeneres Verhältnis gewünscht, mehr Geschichten statt trockenen Regelwerken.

Eine Ursache scheint aber auch in der personellen Besetzung zu liegen. Ulisses mag zwar in der Rollenspielszene eine große Nummer sein, in Köpfen ist das aber überschaubar. Der tragische Verlust von André Wiesler scheint wirklich einiges verändert haben, war er doch offenbar in einer Übergabephase, die noch längst nicht abgeschlossen war. Bei nur ein paar Leuten kann ein solcher Ausfall dann ganz schnell Löcher reißen, die lange Zeit nachwirken. Zudem ist die Redaktion offenbar auf nur noch zwei feste Mitarbeiter geschrumpft, das sah noch vor 1,5 Jahren ganz anders aus.

Kommen dann noch aufwändige Projekte wie die drei großen DSA-Crowdfundings (Retro-Box, Wege der Vereinigungen, Havena) dazu, dann schöpft das sicher Kapazitäten ab, zumindest habe ich Nikolai Hoch auf der RPC so verstanden. Auch das halte ich für absolut nachvollziehbar. Allerdings erschließen sich mir andererseits Unternehmungen wie die Übernahme der Lizenz für Myranor und Tharun nicht ganz, wenn man schon mit Aventurien voll ausgelastet ist. Hier bleibt nur zu hoffen, dass es gelingt, die kommenden Projekte so zu gestalten, dass sie gut stemmbar sind, entweder durch eine Aufstockung der festen Redaktion oder durch die Einbindung geeigneter freier Mitarbeiter.

Auf dem Abenteuersektor hat zudem eine Verschiebung stattgefunden, der Fokus liegt (bei einer neueren Edition in einem gewissen Rahmen durchaus nachvollziehbar) auf Einstiegsabenteuern, die naturgemäß weitgehend unbelastet von allzu großen Metaplot-Kontexten konstruiert sind. Allerdings muss auch hier klar gesagt werden, dass diese Phase langsam abgeschlossen sein sollte, für DSA5 gibt es tatsächlich mittlerweile eine immense Vielfalt an (zum Teil auch sehr gelungenen) Einstiegsabenteuern, auch bedingt durch die Heldenwerk-Hefte.

Im grundsätzlichen Format liegt für mich zuletzt auch eine Problematik: Angesichts der ausartenden Textwüsten zu DSA4-Zeiten, in denen man kaum Abenteuer unter 100 Seiten finden konnte, sollte die Kürzung der Seitenzahlen auf ein Standardformat von 48 bzw. 64 Seiten eine Entschlackung leisten. In gewissem Rahmen ist das ja auch sinnvoll, hat man nun viel mehr Abenteuer zur Verfügung, die sich in einer überschaubaren Anzahl von Spielsitzungen vollenden lassen. Dafür verstehe ich nicht, warum der Wandel so radikal vollzogen werden musste. Hin und wieder machen großformatige Abenteuer absolut Sinn, vor allem wenn auch umfangreichere Handlungsbögen beinhaltet sind. Solche Bände hat es in den letzten Jahren aber kaum gegeben, sieht man von Niobaras Vermächtnis und Klingen der Nacht einmal ab. Auch hier würde ich für ein ausgewogeneres Verhältnis plädieren und da mehr Länge zulassen, wo sie geboten ist (hier würde mir – wie oben angesprochen – z.B. die Donnerwacht-Kampagne einfallen, um die umgebenden Ereignisse aufnehmen zu können)

Wünsche für die Zukunft

Grundsätzlich hoffe ich ja, dass nun der Erzählfortschritt wieder zunehmen wird: Die Regelanteile scheinen langsam aber sicher mehrheitlich abgeschlossen (Ich gehe davon aus, dass mit dem Kompendium II, Aventurische Magie 3 und dem zweiten Band zum Götterwirken ein Großteil fertig ist), das sollte dann auch wieder den notwendigen Spielraum gewähren, um sich wieder mehr der inhaltlichen Gestaltung zu widmen. Die Crowdfundings scheinen zudem diesmal so angegangen worden zu sein, dass die meisten Inhalte bereits fertig sind, hier hoffe ich, dass mittlerweile die Verantwortlichkeiten wieder so verteilt sind, dass keine weiteren Stausituationen zustande kommen.

Trotzdem gilt es, an einigen Stellen viel konsistenter zu arbeiten. So fand ich die Donnerwacht-Kampagne von der Grundidee durchaus gelungen, allerdings mutet es ausgesprochen merkwürdig an, wenn man sich eines beliebten Storyelements annimmt (einem erneuten Aufbegehren der Orks), aber aktuelle Entwicklungen völlig außer Acht gelassen werden, da ja im Svelltland eigentlich große Umwälzungen stattgefunden haben, die in den Abenteuern aber gar nicht existent sind. Hier sollte in Zukunft verstärkt darauf geachtet werden, solche Entwicklungen aufzunehmen.

Ein Thema, das ich verschiedenhaft schon angesprochen habe, ist die Notwendigkeit des Nachwachsens einer neuen Generation von NSCs. Ein Großteil der „alten Garde“ hat spätestens mit der Splitterdämmerung ein letztes Hurra abliefern können. Hier sehe ich momentan noch ein gewisses Vakuum: Nimmt man die Geschehnisse seit dem Editionswechsel, habe ich tatsächlich Probleme, neue Figuren zu benennen, die mir nachhaltig in Erinnerung geblieben sind. Spontan kann ich nur Leudara als hochinteressante und ambivalente Figur aus der Theaterritter- Kampagne nennen, Caseya aus den Donnerwacht-Bänden, die immerhin die erste Harpyie mit eigenem Profil darstellt und den jungen Druiden Melanor aus Mehrer der Macht.

Insbesondere die Schurkenriege braucht meiner Auffassung nach dringend neue Größen, nachdem in den vergangenen Jahren fast alle altbekannten und vielgehassten Antagonisten ausgeschieden sind, wahnsinnige Magier wie Xeraan und Galotta, fähige Feldherren wie Haffax, Lutisana oder Sadrak Whassoi oder politische Hasardeure wie Answin sehe ich im Moment nicht. Hier könnte natürlich eine neue Serie von Regionalspielhilfen Abhilfe schaffen, so es denn gelingt, die Schlagzahl in dieser Hinsicht wirklich zu erhöhen.

Ebenso ist es bedauerlich, dass eine hervorragende Reihe wie die Aventurischen Jahrbücher eingestellt wurde, die meiner Auffassung nach ein sehr gutes Mittel gewesen sind, um neuere Entwicklungen in den einzelnen Regionen aufzuzeigen. Auch hier ist sicherlich der Editionswechsel ausschlaggebend und die Tatsache, dass ja ohnehin an jeder Region für einen neuen grundlegenden Band gearbeitet werden muss. Trotzdem ist es schade, dass ein gelungenes Konzept quasi kommentarlos ausgelaufen ist.

Fazit

Ich denke nicht, dass der aventurische Metaplot nachhaltig am Boden liegt, nichtsdestotrotz bedarf die erzählerische Gesamtlinie einer nachhaltigen Forcierung, nachdem zuletzt jahrelang der Regelsektor dominant war. Die momentane Situation finde ich in Sachen Erzählfortschritt unbefriedigend. Gerade der Sternenfall bedarf einer klareren Definition bzw. einer erkennbaren Linie, bei der sichtbarer wird, wohin die Reise gehen soll. Ebenso müssen neue Figuren geschaffen werden, die ausgeschiedene Veteranen ersetzen können. Ein erster Schritt wäre eine erkennbare Erhöhung des Outputs an Regionalspielhilfen.

10 Kommentare

  1. Hach, ein nüchterner Text zu dieser Problematik. Herzlichen Dank dafür!

    Die Redaktion kann nur verlieren, gerade dann, wenn zu wenig Personal zur Verfügung steht: Bringen die mehr („epische“) Abenteuer, dann wird rumgekrittelt dass die Regeln noch nicht vollständig sind (Geoden! GEODEN!!!). Werden die Regeln beackert, dann heulen alle wegen des zu langsamen Voranschreitens des Metaplots rum. Aus meiner Sicht sollte tatsächlich erst mal das Regelwerk komplettiert werden, bevor man sich auf die größeren aventurischen Umwälzungen stürzt. Ich denke, dass regelaffine Gruppen das volle Arsenal zur Verfügung haben möchten, wenn sie sich in den Kampf um Aventurien stürzen (wie auch immer der aussehen mag…).

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    1. Wie gesagt, den Grundgedanken verstehe ich, man will natürlich wieder den Punkt erreichen, den man in der alten Edition erreicht hatte, z.B. alle Charakterklassen spielbar machen. Trotzdem sehe ich hier eine zu starke Konzentration, irgendwo müsste doch ein Mittelding möglich sein und man zeitgleich auch inhaltlich-erzählerisch mehr Fortschritte anstreben können.

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  2. Lieber Engor. Ich finde deine Analyse sehr zutreffend. Insbesondere finde ich, dass die (mehr) geliebten als gehassten Bösewichte auf eine erbärmliche Anzahl geschrumpft sind. Mich hat es immer schon verwundert, dass man insgesamt die herrlich schaurigen Schwarzen Lande nahezu komplett wieder ausradiert hat. Da fehlen definitiv die Antagonisten! Hoffen wir, dass hier wieder mehr Gas gegeben wird.
    Danke für den Bloq!

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    1. Das wird sicherlich eine anspruchsvolle Aufgabe, echte Formatschurken zu entwickeln, zumal man sie ja über einen längeren Zeitpunkt aufbauen muss. Ich hoffe, dass die kommenden Regionalspielhilden und Kampagnen hier Abhilfe schaffen können.

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  3. Was ich mir auch wünschen würde wäre wieder eine viel umfangreichere Begleitung des (Meta)Plots im Boten. Wenn ich da an die Zeit der Borbarad-Kampagne zurück denke … ohne die Zahllosen Artikel aus dem AvBo wäre die Kampagne auch nicht annähernd das riesige Ding gewesen zu dem sie letztlich geworden ist. Die Verknüpfung der Abenteuer. Die Auswirkungen abseits der Abenteuer. Etc. Hach! *seufz*

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  4. Diesem Wunsch kann ich mich nur anschließen. Ich hoffe auch sehr, dass das Regelwerk bald abgeschlossen sein wird, denn so langsam wird mir das zuviel. Zwei Kompendien, drei Magiebände und zwei Götterbände sollten reichen! Denn wenn die Regionalspielhilfen weiterhin vor den Regeln zurückstecken müssen und in einem solchen Schneckentempo erscheinen, dauert es wohl noch 12-15 Jahre, bis die Reihe abgeschlossen sein wird.
    Was den Metaplot betrifft, sehe ich in der derzeitigen Situation immerhin eine große Chance für spannende neue Entwicklungen. Dass nach dem Jahr des Feuers mit der Splitter-Kampagne viele der übrig gebliebenen alten Meisterpersonen und Schurken über den Barun-Ulah gegangen sind, finde ich gut, aber es wird eben auch langsam mal Zeit für etwas neues. Dabei würde ich mir persönlich nach den doch sehr dämonenlastigen letzten Jahrzehnten einen etwas stärkeren Fokus auf die Umtriebe des Namenlosen wünschen. Eine Entwicklung hin zum regionalen Metaplot, wie sie in den bisher erschienenen Regionalspielhilfen angedeutet wurde, finde ich zwar begrüßenswert, weil sie den eigenen Charakter der Regionen unterstreicht und sie abenteuertechnisch aufwertet. Aber das Große Ganze sollte dabei nicht völlig unter den Rollenspieltisch fallen.

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  5. Ich habe nienienie verstanden, wie Ulisses gerade kurz vor dem doch absehbaren Sprung auf eine neue Regeledition die damalige Freelancer-Redax als Ergänzung zu den Festangestellten auflösen konnte. Die hätten doch in der Übergabephase von 4 auf 5 super Inhalte pflegen und organisieren und dem Verlag den Rücken freihalten können, während inhouse an den Regeln gezimmert und eine Strategie für die neue Edition festgelegt wird. So musste mit erheblich weniger (Wo-)Manpower ein Teil dieser Aufgaben zwangsläufig zu kurz kommen. Zumindest stellt es sich mir als Wohnzimmersesselbundestrainer so dar, mag völlig daneben liegen.

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  6. Klasse Artikel, der vieles auf den Punkt bringt, was ich schon länger empfinde und beklage. Man muss Aventurien ja nicht mit Umwälzungen etc überziehen, ein wenig Konstanz in passenden Regionen ist durchaus zu befürworten, aber irgendwie fehlt es an „Mid-Budget-Abenteuern“, die Ereignisse und Figuren mit sich bringen, die auch altgedienten Spielern und Helden in Erinnerung bleiben. Nur mit Sandboxen bleiben mitunter die Higlights auf der Strecke.

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