Die SPIEL 2018

Vorbemerkung: Eigentlich wollte ich ja meinem Auftrag als „Außenreporter“ für die DSAnews nachgehen und bei meinem zweitätigen Besuch auf der SPIEL 2018 vor allem Neuigkeiten aus derischen Gefilden in Erfahrung bringen. Allerdings kommen die Dinge doch manchmal etwas anders, als man denkt…

Ein kurzer Abstecher zu Ulisses

Tatsächlich blieb es leider nur bei einem ausgesprochen kurzen Abstecher zu Ulisses Spiele. Die üblichen Ansprechpartner für DSA Marcus Plötz und Niko Hoch waren aber leider schlichtweg nicht anwesend (aber offensichtlich aus gutem Grund verhindert). Immerhin konnte ich ein paar Worte mit Michael Mingers wechseln, der mir tatsächlich sogar My little Pony schmackhaft machen wollte. So blieb es vor allem bei einer kurzen Besichtigung des Verkaufsstandes. Prunkstück war in diesem Jahr natürlich die volle Auslage der Gesamtprodukte aus dem fertigen Havena-Crowdfunding, die tatsächlich wirklich was hermachen, wenn man mal sieht, was da alles zusammengekommen ist. Meine einzige Messebeute in DSA-Hinsicht bleib aber somit das Aventurische Heldenwerk II, das bislang nur exklusiv auf Veranstaltungen wie dem KRK zu erwerben war und nun auch frei im Handel verfügbar ist. Gespannt bin ich dabei neben dem Bonusmaterial für die schon erschienenen Heldenwerke vor allem auf Drei Farben Schnee, das ebenfalls als Exklusivausgabe für Ulisses-Veranstaltungen verwendet wurde und nun in der Anthologie erstmals abseits davon veröffentlicht wird. Aventurische Magie 3 hat es leider nicht zur Messe geschafft. Gleichermaßen konnte ich natürlich auch die Fragen zu kommenden Produkten, Myranor und Tharun und Aventuria nicht loswerden. Aber sicherlich wird sich auch ohne irgendwelche Messeinfos letztlich alles in Erfahrung bringen lassen, es dauert eben nur etwas länger.

Schön war es dagegen, ein wenig Kontaktpflege betreiben zu können. Neben Kai von Vier Helden und ein Schelm, den ich ja schon ein paar Mal getroffen habe, konnte ich auch erstmals meine DSAnews-Mitstreiter Fenia und Frosty kennenlernen. Es ist wirklich nett, auch mal Gesichter und Stimmen zu denen zu haben, mit denen man im Internet häufig zu tun hat.

…und der große ganze Rest

Ehrlich gesagt fand ich somit das Fehlen von DSA-Neuigkeiten sonderlich tragisch, auch wenn ich natürlich gerne etwas mehr in Erfahrung gebracht hätte und es auch immer nett ist, mit den Leuten von Ulisses Spiele zu plaudern. Aber eigentlich ist es ohnehin so, dass ich die SPIEL eher als Brettspieler und nicht als Rollenspieler besuche, DSA nimmt mich ja für den Blog alleine schon genug ein, aber auch abseits davon tut es gut, sich ab und an mit etwas anderem zu beschäftigen. Und als Brettspieler ist es einfach toll, über die SPIEL zu spazieren: riesige Hallen voller Spiele, unzählige Tische, an denen man sie ausprobieren kann und – für jemanden der Regeln nicht nur bei DSA eher als notwendiges Übel ansieht besonders reizvoll – viele freundliche Verlagsmitarbeiter und Messehelfer, die einem das lange Studieren der Regeln ersparen und stattdessen an komplett aufgebauten Spiel erklären, wie alles funktioniert.

Einen solchen Platz zu ergattern ist allerdings nicht immer ganz einfach: Obwohl die beiden ersten Tage der Spielemesse als weniger frequentiert sein sollen als das Wochenende, war es schlichtweg proppenvoll. Besonderen Blickfang bieten dabei diejenigen, die mit großen Rollkoffern durch die Hallen marschieren und Unmengen an Spielen mit sich schleppen. Und auch sonst sind riesige Menschenmengen unterwegs, dem Stimmengewirr nach kann man dann auch erahnen, dass die Spielemesse in Essen echten Weltrang hat, kommen die Besucher (und die Austeller) doch aus aller Herren Länder. Aus diesem Grund ist es gerade bei den großen Spieleverlagen, die die bekannten Familienspiele oder die mit Preisen wie „Spiel des Jahres“ ausgezeichneten Titel in ihrer Angebotspalette haben, schwierig einen Platz am Spieltisch zu bekommen, das kann man nur mit viel Glück oder viel Warterei erreichen (das galt beispielsweise für im Vorfeld angepriesene Titel wie Discover und Detective, aber auch die beliebten Azul und Die Quacksalber von Quedlinburg). Daneben gibt es aber auch viele Kleinverlage, bei denen man oft deutlich schneller zum Erfolg kommen kann. Nett ist in der Regel auch die Gelegenheit, mit wildfremden Menschen am Spieltisch zusammenkommen zu können.

Aber auch abseits davon ist es spannend, die ganze Szenerie ein wenig auf sich wirken zu lassen, angefangen von den (übervollen) Messebahnen (wobei man sich wirklich fragt, warum die Deutsche Bahn ausgerechnet zur Spielemesse den Essener Hauptbahnhof nur eingeschränkt ansteuert und Bauarbeiten genau dann ausführen lässt), bis zu den Schlangen vor dem Einlass hin zu dem Massenereignis im Inneren. Schön ist es zusätzlich, wenn das Ausprobieren an den Spieletischen dann auch noch dazu führt, dass man das eine oder andere neue Spiel für sich entdeckt und – sogar mit einem kleinen Messerabatt – direkt mitnehmen kann. Gerade das finde ich besonders spaßig, dass man hier nicht direkt die Katze im Sack kaufen muss, sondern auch austesten kann, ob einen nicht nur die Ankündigung in Form des Klappentextes anspricht, sondern eben – viel wichtiger – auch der Inhalt und die Spielmechanik. Ein erhebendes Gefühl ist dann auch am Ende das Sichten der eigenen Gesamtausbeute.

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Wer das einmal selber erleben möchte, dem kann ich nur empfehlen, sich selbst mal ein Bild vor Ort zu machen, sei es noch an diesem Wochenende oder im kommenden Jahr.

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