Gratisfutter Nr. 8

Während sich das Jahr langsam aber sicher seinem Ende zuneigt, sorgt der Uhrwerk-Verlag ein letztes Mal in 2015 für kostenfreien Nachschub für seine Produktlinien in Form der 8. Ausgabe des Uhrwerk!-Magazins. Auch Tharun und vor allem Myranor werden dabei wieder bedacht. Umso erfreulicher, dass die Fahne der DSA-Produkte hier weiterhin hochgehalten wird, da laut Ankündigung im nächsten Jahr aufgrund der Umstellung auf DSA5 wohl weniger Produkte zu erwarten sind, nachdem gerade Myranor zuletzt mit jeder Menge Neuerscheinungen glänzen konnte. Das Thema „Tod“ verspricht zwar eher weniger Beschauliches zum Jahresausklang, setzt sich aber vielmehr mit einem der ernsten Rollenspielthemen auseinander.

Myranor

Morcarion vom Berg stellt in „Shor‘Uach – Die Windgeister von Rhacornos“ demnach eine düstere Wesenheit vor, handelt es sich bei dem Shor´Uach doch um den unsteten Geist eines toten Leonirkriegers, der durch das Land zieht, stets fixiert auf die Suche nach neuer Lebenskraft, die er unwissenden Opfern entzieht.

Mitten hinein in ein Intrigenspiel um enttäuschte Liebe in Optimatenkreisen wirft uns Dennis Rüter mit seinem Abenteuer „Totenkugel“. Ausgangspunkt ist dabei der Mord an dem Optimaten Netulario ti Illacrion. Als dessen ehemalige Geschäftpartnerin TiShyBa eine rätselhafte Nachricht erhält, beauftragt sie die Helden mit den Nachforschungen. Dabei ergibt sich ein kurzweiliges Rechercheabenteuer mit vielen Ansprechpartnern aus allen Gesellschaftsschichten (und somit auch vielen Verdächtigen), zusätzlich sorgen einige merkwürdige Ereignisse noch für eine übersinnliche Komponente. Als Leitlinie für die Helden sind viele mögliche Anlaufstellen angegeben, an denen sie entweder wichtige Hinweise erhalten können oder sich in eine Sackgasse manövrieren. Spoilerwarnunung: Als witziges Element müssen die Helden einer Spur nachgehen, die auf hergestellten Möbeln beruht, somit ergibt sich eine myranische Variante von „12 Stühle“. (Spoilerende)

Einen eher regeltechnischen Artikel hat Myredonius te Kouramnion mit „Arkanomechanik, Pylonenbau und astrale Austrocknung“ beigesteuert, wobei dies in erster Linie als Ergänzung zum kürzlich erschienen „Myranisches Zauberwerk“ zu verstehen ist. Primär handelt es sich um Hausregeln zu speziellen Aspekten wie eben den Pylonen, mit denen Kraftlinien umgeleitet werden können.

Tharun

Auch die Hohlwelt wird in dieser Ausgabe wieder bedacht und somit ausgebaut. Die Spielhilfe „Die Hochstadt von Matar“ von Arne Gniech (mit zwei Karten von Marcus Jürgens) stellt eben jenen gleichnamigen Schauplatz vor. Dabei handelt es sich um einen einstmals machtvolle Ruinenstadt auf dem Archipel Garkia, die durch einen Vulkanausbruch zerstört wurde. Es ist bei Strafe verboten, diesen Ort zu betreten. Aber welcher echte Held hat sich je von solchen Vorschriften an seinen Vorhaben hindern lassen? Denn tatsächlich warten dort ein altes Geheimnis und eventuell auch eine reichhaltige Belohnung auf die Wagemutigen.

Da sich für alle Produktlinien in den mittlerweile acht Ausgaben des Magazins einiges an Material angesammelt hat, finden sich hier für alle Uhrwerk-Reihen Übersichtslisten aller bisheriger Artikel, also auch für Myranor und Tharun.

Fazit

Auch diese Ausgabe bietet wieder viel Ergänzungsmaterial, das das Spiel in beiden Kontinenten anreichern kann. Mir haben es besonders die spielbaren Artikel angetan, wobei das Highlight für mich der gelungene Kriminalfall in „Totenkugel“ ist, der sehr klug und atmosphärisch Real- und Traumwelt miteinander verbindet.

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